Zu wenig Anfragen über die Website? Woran es liegt und was hilft

Annabell Scheibel, Gründerin der Askara Marketing GmbH, sitzt in einem weißen Kleid und roten High Heels auf einem braunen Ledersofa in einem modern eingerichteten Raum mit Pflanzen im Hintergrund.
Annabell Scheibel
August 4, 2026
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Es ist ein stiller Frust, den kaum jemand offen anspricht. Die Website steht, sie sieht ordentlich aus, sie war nicht billig. Und trotzdem tröpfeln die Anfragen nur so vor sich hin.

Vielleicht kennst du das Gefühl: Du schaust ins Postfach, nichts. Du schaust auf die Besucherzahlen, da ist durchaus was los. Aber zwischen "jemand war da" und "jemand meldet sich" klafft eine Lücke, die niemand so recht erklären kann.

Genau um diese Lücke geht es hier. Denn zu wenig Anfragen über die Website ist selten ein Schicksal, sondern meistens die Folge von ein paar konkreten, behebbaren Dingen.

Zuerst: Ist es ein Sichtbarkeits- oder ein Überzeugungsproblem?

Bevor du irgendetwas änderst, musst du wissen, welches der beiden Probleme du überhaupt hast. Sie sehen von außen gleich aus, brauchen aber völlig unterschiedliche Lösungen.

Sichtbarkeitsproblem heißt: Es kommen zu wenige Menschen auf deine Seite. Dann nützt die schönste Optimierung nichts, denn du optimierst für Besucher, die nie auftauchen.

Überzeugungsproblem heißt: Es kommen genug Leute, aber sie handeln nicht. Dann bringt mehr Werbung wenig, du würdest nur mehr Menschen an derselben Stelle verlieren.

Ein Blick in dein Analyse-Tool klärt das in fünf Minuten. Hast du kaum Besucher, ist Sichtbarkeit dein Thema. Hast du ordentlich Besucher und trotzdem kaum Kontakte, liegt es an der Seite selbst. Diese Unterscheidung spart dir viel Geld und noch mehr Frust.

Der Klassiker: Niemand weiß, was er tun soll

Angenommen, es liegt an der Überzeugung. Dann ist das hier mit Abstand die häufigste Ursache.

Deine Seite erklärt vieles, zeigt vieles, ist vielleicht sogar richtig hübsch. Aber sie sagt dem Besucher nie klar und deutlich, was der nächste Schritt ist. Der Kontaktbutton versteckt sich in der Navigation, das Formular liegt irgendwo unten, und ein einladender Satz fehlt ganz.

Menschen sind im Netz bequem und unsicher zugleich. Wer erst suchen muss, sucht meistens nicht, sondern geht. Ein deutlicher, freundlich formulierter Aufruf zur Kontaktaufnahme, mehrfach über die Seite verteilt, gehört zu den wirksamsten Änderungen überhaupt. Und zu den günstigsten.

Deine Seite spricht über dich, nicht über den Besucher

Zweiter großer Klassiker. Die Texte drehen sich um das eigene Unternehmen. Wir bieten, wir sind, unser Team, unsere Erfahrung.

Klingt professionell, ist aber aus Sicht des Lesers erstmal uninteressant. Er sitzt mit einem Problem vor dem Bildschirm und will wissen, ob du es lösen kannst. Deine Firmenhistorie beantwortet diese Frage nicht.

Der Dreh ist simpel: Fang bei seinem Problem an, nicht bei deinem Angebot. Nenn beim Namen, was ihn nervt, und zeig dann, wie es besser wird. Erst danach kommt, wer du bist und warum du das kannst. Diese Reihenfolge klingt banal, macht aber oft den Unterschied zwischen einer Seite, die gelesen wird, und einer, die weggeklickt wird.

Technik, die dir heimlich Anfragen kostet

Manchmal liegt es weder am Text noch am Design, sondern an Dingen, die man gar nicht sieht.

Eine langsame Seite verliert Besucher, bevor sie überhaupt angekommen sind. Am Smartphone verrutschte Elemente wirken unprofessionell, selbst wenn die Desktop-Ansicht top ist. Und ein Kontaktformular, das im Spam-Ordner landet oder schlicht Fehler wirft, kostet dich Anfragen, die du nie zu Gesicht bekommst.

Letzteres passiert häufiger, als man denkt. Teste dein eigenes Formular ruhig mal. Schick dir selbst eine Anfrage und schau, ob und wo sie ankommt. Manchmal ist das der unspektakulärste und zugleich lohnendste Fund des ganzen Tages.

Vertrauen fehlt an der entscheidenden Stelle

Menschen fragen dort an, wo sie sich sicher fühlen. Im Netz fehlen dafür alle üblichen Signale: kein Händedruck, kein Blick, kein Gefühl für den Menschen dahinter.

Diese Lücke musst du bewusst füllen. Echte Kundenstimmen mit Namen wirken stärker als jedes Eigenlob. Ein echtes Foto von dir oder deinem Team schafft mehr Nähe als jedes Stockbild. Konkrete Ergebnisse und Beispiele aus der Praxis nehmen Zweifel, die sonst unausgesprochen bleiben.

Fehlen diese Signale, bleibt eine Restskepsis. Und Restskepsis genügt völlig, damit jemand das Formular doch nicht abschickt und stattdessen weitersucht.

Du sprichst die Falschen an

Ein Punkt, den kaum jemand auf dem Schirm hat. Manchmal kommen genug Besucher und die Seite ist auch ordentlich gemacht, aber es sind schlicht die falschen Leute.

Das passiert, wenn deine Inhalte auf Suchanfragen ausgerichtet sind, die zwar viel Traffic bringen, aber keine Kaufabsicht haben. Jemand, der sich nur informieren will, wird auch bei perfekter Seite nicht anfragen.

Deshalb lohnt der Blick darauf, wonach deine Besucher eigentlich gesucht haben, bevor sie bei dir gelandet sind. Passen Suchanfrage und Angebot nicht zusammen, hilft kein Feintuning am Button. Dann muss die inhaltliche Ausrichtung nachjustiert werden.

Fazit

Wenn zu wenig Anfragen über die Website reinkommen, ist das fast immer ein lösbares Problem. Meistens hakt es an einer unklaren Führung, der falschen Perspektive im Text, technischen Kleinigkeiten, fehlenden Vertrauenssignalen oder daran, dass die falsche Zielgruppe angesprochen wird.

Der wichtigste Schritt ist der erste: herausfinden, woran es bei dir konkret liegt, statt auf Verdacht alles umzuwerfen. Oft reicht das Beheben von zwei oder drei Punkten, um spürbar mehr Kontakte zu bekommen, ganz ohne mehr Werbebudget.

Du hast das Gefühl, deine Seite bleibt unter ihren Möglichkeiten? Dann lass uns reden. Wir schauen uns gemeinsam an, wo bei dir die Anfragen verloren gehen, und du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ganz unverbindlich.

Wann hast du zuletzt selbst dein eigenes Kontaktformular ausprobiert? 😄

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Annabell Scheibel
August 4, 2026

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